Empire lite. Die amerikanische Mission und die Grenzen der Macht

Michael Ignatieff

Ich empfinde es als guten Imperialismus, wenn man in Ländern interveniert, die von Bürgerkriegen zerrissen wurden und ihnen eine Rückkehr zu Normalität und Selbstverwaltung ermöglicht."
Das sind starke Worte. Doch wer hier spricht, ist kein Imperialist der alten Schule, sondern Michael Ignatieff, Historiker, Journalist und Professor für Menschenrechtspolitik in Harvard.
Seit den 80er Jahren verfolgt Ignatieff das Schicksal zerfallender Staaten in Afrika, dem ehemaligen Jugoslawien und nun in Afghanistan und stellt fest: Zum nationalen Wiederaufbau, zur »Befreiung der Völker« von Tyrannen und Bürgerkrieg gehört ungleich mehr als der militärische Sieg: eine stabile Regierung, Gesetze und Ordnung, die auch in den Provinzen beachtet werden. Die USA wollen heute Demokratie und Wohlstand verbreiten, doch sind sie für einen weichen Imperialismus der Selbstbestimmung tatsächlich vorbereitet?

Seiten: 
120
Einband: 
Broschur
ISBN: 
978-3-434-50567-9
Preis (Print): 
14,- €