Erinnerungen an meine Jahre in Berlin

Sammy Gronemann
Herausgeber: 
Joachim Schlör

Nach den Jahren der Wanderschaft – von Strasburg/Westpreußen über Danzig nach Hannover – und der Etablierung als Anwalt zieht Sammy Gronemann im Sommer 1906 nach Berlin. Der Rabbinersohn und aktive Zionist heiratet seine Cousine Sonja Gottesmann und „macht ein Haus“ im Berliner Hansa-Viertel. Dort trifft er den Zeichner Hermann Struck, der ihn im Ersten Weltkrieg, 1915 zu seiner Pressestelle im Kommando „Oberost“ holt. Die Begegnung mit dem Leben der Juden in Wilna und Kaunas verstärkt sein zionistisches Engagement und sein Interesse an der Welt des Ostjudentums. In den kommenden Jahren wird Sammy Gronemann als erfolgreicher Anwalt und Syndikus des Schutzverbandes deutscher Schriftsteller zu einer bekannten Figur der Berliner Gesellschaft. Er veröffentlicht den Roman Tohuwabohu (1920), die Erinnerungen an Ober-Ost, Hawdoloh und Zapfenstreich (1924) und Schalet. Beiträge zur Philosophie des Wenn-schon (1927), eine Sammlung von Schnurren aus dem deutsch-jüdischen Mit- und Nebeneinander der zwanziger Jahre. Sammy Gronemann wurde 1875 als Sohn eines Rabbiners im westpreußischen Strasburg geboren. Nach seinem Jurastudium ließ er sich in Berlin als Anwalt nieder und betätigte sich nebenher mit großem Erfolg als Schriftsteller. Er war Mitbegründer des Schutzverban-des deutscher Schriftsteller und zählte zu den führenden Köpfen der zionistischen Bewegung in Deutschland. Nach der nationalsozialistischen Machtergrei-fung 1933 emigrierte er nach Paris und 1936 nach Tel Aviv, wo er 1952 starb.

Reihe: 
Philo
Seiten: 
377
Einband: 
Broschur
ISBN: 
978-3-86572-350-5
Preis (Print): 
28,- €