Palästinaliebe: Leon Pinsker, der Antisemitismus und die Anfänge der nationaljüdischen Bewegung in Deutschland (Studien zur Geistesgeschichte, Band 29)

Julius H. Schoeps

Jahre vor dem Erscheinen von Herzls berühmter Programmschrift „Der Judenstaat. Versuch einer modernen Lösung der Judenfrage“ hat der aus Odessa stammende Arzt Leon Pinsker mit seinem Aufruf „Autoemancipation! Mahnruf an seine Stammesgenossen von einem russischen Juden“ eine kontroverse innerjüdische Diskussion ausgelöst. Angesichts der Pogrome in Rußland und des nicht abnehmendem Antisemitismus sah Pinsker das Projekt der Integration als gescheitert und die Hoffnung auf Gleichstellung der Juden als trügerisch an. Daher forderte er eine Abkehr von allen Assimilationsbestrebungen und die Ausbildung eines nationalen jüdischen Bewußtseins mit dem Ziel der Gründung eines eigenen Staates. Pinskers 1882 erschienene Schrift wird in diesem Band in der Originalfassung vorgelegt, ergänzt um die Protokolle der von Leon Pinsker einberufenen Kattowitzer Konferenz (1884) und der Korrespondenzen (Leon Pinsker, Isaak Rülf, Moses Moses, Sigismund Simmel), die rund um diese Konferenz der Chowewe-Zion-Vereine geführt wurden.

Reihe: 
Philo
Seiten: 
224
Einband: 
Hardcover
ISBN: 
978-3-86572-530-1
Preis (Print): 
28,- €