Das polnische Haus

Radosław Sikorski

Im englischen Exil wird für Radek Sikorski der "dwór", das traditionelle Gutshaus des polnischen Landadels, zum Inbegriff von Geborgenheit, von Zugehörigkeit und kultureller Identität. 1989, nach dem Sieg der Solidarność und dem Ende der Diktatur des Generals Jaruzelski zurück in Polen, findet Sikorski tatsächlich ein solches Landhaus. Die Restaurierung und Wiedererrichtung des verfallenen Hauses, dessen Fundamente ins 14. Jahrhundert zurückreichen, wird unversehens zu einer spannenden, abenteuerlichen Entdeckungsreise: Schicht für Schicht offenbart sich ihm mit der Geschichte des Hauses die des eigenen Landes und zugleich die eigene Familiengeschichte: Ein Wegweiser durch die wechselvollen, heroischen und tragischen Kapitel einer Geschichte, die zu einem langen und großen Teil auch eine deutsche ist.

 

Radosław Sikorski, amtierender Außenminister Polens, geboren 1963, emigrierte als achtzehnjähriger Solidarność -Sympathisant nach England. Er studierte in Oxford und arbeitete als Journalist für den Spectator und den Observer unter u. a.in Angola und Afghanistan. Erst 1989, nach dem Sieg von Solidarność bei den ersten freien Wahlen in Polen seit dem Zweiten Weltkrieg, war ihm die Rückkehr in seine Heimat möglich, wo er Staatssekretär im Verteidigungsministerium und später Außenministerium wurde. 2005 wurde er vom designierten Ministerpräsidenten Kazimierz Marcinkiewicz zum Verteidigungsminister ernannt. Seit ist Sikorski 2007 polnischer Außenminister.

 

Reihe: 
CEP
Seiten: 
392
Einband: 
Hardcover
ISBN: 
978-3-86393-053-0
Preis (Print): 
24,80 €
Ebook ISBN: 
978-3-86393-501-6