Coca-Cola. Vom selbstgebrauten Aufputschmittel zur amerikanischen Ikone

Andrea Exler

Seit seiner Erfindung im Jahr 1886 wurde kaum ein modernes Industrieprodukt so leidenschaftlich gefeiert und gehasst wie Coca-Cola. Geschaffen von einem morphiumsüchtigen Apotheker, der mit stimulierenden Substanzen wie Kokain und Koffein experimentierte, um ein Mittel gegen seine chronischen Kopfschmerzen zu finden, wurde Coke zum Sinnbild Amerikas in der Welt und größten internationalen Markenerfolg aller Zeiten.
Während nur sieben Prozent der US-Amerikaner angeben, den Medien zu vertrauen, und 16 Prozent dem Parlament, erhält Coca-Cola bei Befragungen nach dem Vertrauen in Institutionen und Marken 65 Prozent Zustimmung. Coca-Cola ist das zweitbekannteste Wort der Welt gleich nach O.K. Allein der Wert des Namens Coca-Cola beträgt heute 56 Milliarden Euro und ist damit der höchste jemals erreichte Markenwert. Das Buch zeigt den Weg der Brause vom selbst gemixten Aufputschmittel in Zeiten der Prohibition zur »Muttermilch des Kapitalismus« (Stern).

Doch die Erfolgsgeschichte hat möglicherweise kein Happy End: Während der Aktienkurs des Erzrivalen PepsiCo kräftig zugelegt hat, verliert das Papier der Coca-Cola Company stetig. Der Gigant ist angeschlagen. Vor allem in Entwicklungsländern und in der islamischen Welt gewinnt Pepsi Marktanteile, während Coca-Cola das Image als Symbol des verhassten amerikanischen Lebensstils zum Verhängnis wird.

Seiten: 
96
Einband: 
Broschur
ISBN: 
978-3-434-46810-3
Preis (Print): 
9,90 €